Anwendungen
01Kein verpasster Anruf mehrNimmt an, fragt Einsatzort und Dringlichkeit, schickt eine Zusammenfassung.→
02Anfragen vollständigKontaktdaten, Adresse, Fotos, Wunschtermin – fehlendes wird nachgefragt.
03Angebote schnellerEntwurf aus Anfrage, Fotos, Notizen und Preisliste; Freigabe durch Sie.
04Regieberichte und BelegeFotografierte Regieberichte und Lieferscheine werden ausgelesen.→Sprachnotiz statt Bürokram – nach dem Termin eine Sprachnachricht einsprechen; daraus wird ein Aufmaß-Protokoll, eine Materialliste oder ein Bautagebuch-Eintrag.
Was ein Handwerksbetrieb zuerst umsetzt
Begonnen wird meist bei der Erreichbarkeit. Wer auf der Baustelle steht, kann nicht abheben – der Anruf geht an den, der erreichbar ist. Ein Telefonassistent nimmt an, fragt Einsatzort und Dringlichkeit ab und schickt eine Zusammenfassung aufs Handy. Schon das verhindert die Rückrufe, die den Abend füllen.
Danach kommen die Aufgaben rund um den Auftrag: Anfragen vollständig aufnehmen, Angebotsentwürfe vorbereiten, Regieberichte und Belege auslesen. Diese Schritte hängen zusammen – wer mit der Anrufannahme beginnt, hat die Rohdaten für alles Weitere bereits sauber erfasst.
Wie der Einstieg abläuft
Am Anfang steht eine kurze Bestandsaufnahme: Wie viele Anrufe kommen, wie viele gehen verloren, und wie viel Zeit fließt in Büroarbeit? Diese Zahlen entscheiden, was sich rechnet – und sie sind ohne neue Software messbar.
Dann wird der erste Baustein eingerichtet und mit echten Fällen getestet, inklusive schwieriger Anrufe und Dialekt. Erst wenn es im Alltag funktioniert, geht es live – anfangs oft nur außerhalb der Arbeitszeiten oder bei besetzt. Weitere Aufgaben kommen dazu, wenn der erste Baustein zuverlässig läuft.
Wichtig ist, dass der erste Schritt klein bleibt: ein Bereich, eine Aufgabe, ein messbares Ergebnis. Nachrüsten lässt sich später vieles – der erste Schritt soll den Alltag erreichen, nicht die Ausbaustufe.
Worauf es im Handwerk ankommt
Einfach bedienbar
Alles muss vom Handy aus funktionieren, ohne Schulung am Computer.
Ihre Preise, Ihre Texte
Angebotsentwürfe basieren auf Ihrer Preisliste und Ihren bisherigen Angeboten, nicht auf erfundenen Marktpreisen.
Anbindung an Ihre Software
Wo Ihre Handwerkersoftware eine Schnittstelle bietet, wird angebunden; sonst Übergabe per Mail, Excel oder Import.
Kontrolle bleibt bei Ihnen
Nichts geht ohne Ihre Freigabe an Kunden.

Erreichbarkeit gehört auf die Werkbank.
Datenschutz
- Anrufer und Chat-Nutzer werden informiert, dass sie mit einer KI kommunizieren (Art. 50 AI Act).
- Kundendaten werden nur bei Anbietern mit Auftragsverarbeitungsvertrag und ohne Training verarbeitet.

Kundendaten gehören hinter ein Schloss.
Regieberichte und Stundenaufzeichnungen betreffen Mitarbeitende. Werden sie zur Leistungskontrolle ausgewertet, braucht es in Österreich unter Umständen eine Zustimmung (§§ 96, 96a ArbVG). Wir klären das vorab.
→ Mehr dazu: KI und DSGVO
Was Sie in der Hand behalten
Verbindlich wird nichts ohne Sie: Angebotsentwürfe gehen erst nach Ihrer Prüfung an Kunden, Auskünfte stammen aus Ihrer Preisliste und Ihren Unterlagen – nicht aus erfundenen Marktpreisen. Auch bei Belegen gilt: Die KI bereitet vor, geprüft wird, was markiert ist.
Die Kontrolle bleibt also im Betrieb, und das ist Absicht. KI nimmt in diesem Modell die Schreib- und Sortierarbeit ab, nicht die Entscheidung. Was das für Ihre Preise und Ihre Sprache bedeutet, legen Sie fest – nicht das System.
Das gilt auch für die Dokumentation: Regieberichte und Stundenaufzeichnungen, die die KI vorbereitet, werden vor der Weitergabe geprüft – schon deshalb, weil sie Grundlage für Abrechnung und Gewährleistung sind.
Förderung
Die Tiroler Digitalisierungsförderung nennt als Beispiel ausdrücklich einen Handwerksbetrieb, der eine digitale Auftragsverwaltung mit mobilen Endgeräten einführt. Die Digitalisierung von Auftrags- und Erfassungsabläufen mit KI kann in diesen Rahmen fallen – für Kleinstunternehmen mit bis zu 30 % der förderbaren Kosten. Chatbots und reines Marketing sind ausgenommen. → KI-Förderung in Tirol

Digitalisiert wird, was auf Papier beginnt.
Was ein KI-Telefonassistent am Telefon sagt
Anrufer erfahren zu Beginn, dass sie mit einer KI sprechen (Art. 50 AI Act). Der Assistent beantwortet Standardfragen aus Ihren Angaben und nimmt auf, was er nicht beantworten kann: Name, Nummer, Anliegen, Dringlichkeit. Antworten erfindet er nicht – was nicht hinterlegt ist, wird zur Rückrufnotiz.
Für den Betrieb heißt das: Sie bestimmen die Sätze, die der Assistent verwendet, und die Themen, die er beantwortet. Das lässt sich schrittweise erweitern, wenn im Alltag Fragen auftauchen, die noch fehlen.
Welche Kosten auf Sie zukommen
Die Kosten bestehen aus einer einmaligen Einrichtung und laufenden Kosten für Nutzung und Betreuung; sie hängen von der Zahl der angebundenen Systeme und dem Nutzungsvolumen ab. Im KI-Check schätzen wir beides ab, bevor Sie etwas investieren – und Sie erfahren, ob das Vorhaben förderfähig ist.
Zur Einordnung: Die Tiroler Digitalisierungsförderung nennt ausdrücklich einen Handwerksbetrieb mit digitaler Auftragsverwaltung als Beispiel; für Kleinstunternehmen sind bis zu 30 % der förderbaren Kosten möglich. Chatbots und Marketing sind ausgenommen, laufende Kosten nicht förderbar.
Für die Einschätzung genügt am Anfang eine grobe Rechnung: verpasste Anrufe pro Woche, Stunden Büroarbeit pro Woche, ein üblicher Auftragswert. Diese drei Zahlen zeigen schnell, ob sich der Einstieg lohnt – belastbare Zahlen liefert danach die Bestandsaufnahme.
Häufige Fragen
Lohnt sich KI für einen kleinen Handwerksbetrieb?
Wenn regelmäßig Anrufe verpasst werden oder abends Stunden für Angebote und Belege draufgehen, meistens ja. Der Nutzen lässt sich vorab abschätzen: Wie viele Anrufe gehen verloren, wie viele Stunden fließen in Büroarbeit?
Muss ich dafür am Computer sitzen?
Nein. Zusammenfassungen, Freigaben und Sprachnotizen funktionieren am Handy, etwa per Mail, Messenger oder App.
Erstellt die KI verbindliche Angebote?
Nein. Die KI bereitet Angebotsentwürfe auf Basis Ihrer Preise vor. Verbindlich wird ein Angebot erst, wenn Sie es prüfen und versenden.
Funktioniert das mit meiner Handwerkersoftware?
Wenn Ihre Software eine Schnittstelle oder Importfunktion hat, ja. Ansonsten werden Ergebnisse als Mail, PDF oder Excel übergeben.
Im KI-Check rechnen wir mit Ihnen durch, wie viele Anrufe und Bürostunden sich einsparen lassen – bevor Sie irgendetwas investieren.
Weitere Branchen und ihre Schwerpunkte: KI-Lösungen nach Branchen.


